Liebe Besucherinnen und Besucher,

unter dem diesjährigen Motto „Inspiration for a smarter World“ lade ich Sie ein, die INTERGEO 2021 als weltweit größte Kongress- und Leitmesse im Bereich Geodäsie, Geoinformation und Landmanagement mit klugen und vernetzten Lösungen und zukunftsweisenden Technologien zu erkunden. Der diesjährige Schwerpunkt liegt auf den Themenbereichen Smart Cities und digitales Planen und Bauen (BIM), innovative Anwendungen und Lösungen. Zudem stehen die Einflüsse von Corona auf das Wohnen und Arbeiten in Stadt und Land sowie auf die Digitalisierung der Arbeitsprozesse und der Bürgerbeteiligung im Mittelpunkt der Messe.

All das wird in unseren Kommunen ganz konkret erfahrbar. Digitale Technologien bieten hier neue Chancen, sich den Herausforderungen zu stellen und Antworten auf die drängenden Fragen unserer Zeit zu finden. Unser Ziel ist es die Digitalisierung so zu nutzen und zu gestalten, dass Kommunen auf Herausforderungen und disruptive Ereignisse besser reagieren können und dauerhaften Belastungen widerstandsfähiger gegenüberstehen. Viele Kommunen haben sich bereits auf diesen Weg gemacht. Für einen vernetzten, gemeinwohlorientieren Einsatz von digitalen Lösungen und Daten sind aber weitere Schritte nötig: es müssen neue organisatorische, regulative und kooperative Ansätze entwickelt werden, damit aus Kommunen echte Smart Cities werden können.

Digitalisierung ist ein fortlaufender Prozess, sowohl bezogen auf ihre vielfältigen räumlichen Auswirkungen als auch bezogen auf neue vielfältige Anwendungsmöglichkeiten in den Planungsprozessen der Raumordnung. Dabei ist die Maßstabsebene der Planung auf Bundes-, Landes- oder Regionaler Ebene zu berücksichtigen, die sich beispielsweise gegenüber der Stadtplanung oder der Planung konkreter Projekte deutlich unterscheidet.

Bei der Digitalisierung des Bauwesens verfolgen wir beispielhaft einen ganzheitlichen Ansatz über den gesamten Lebenszyklus von Bauwerken. Dieser beinhaltet sowohl das Planen, Bauen und Betreiben, aber auch relevante Verwaltungsprozesse. Dafür wollen wir die technischen und rechtlichen Rahmenbedingungen schaffen.

Aber auch die Möglichkeiten zur verbesserten kartografischen Darstellung der Planwerke und zur Bereitstellung digitaler Planungsgrundlagen für andere Fachplanungen, z. B. im Infrastrukturbereich verbessern sich zunehmend. Beispielhaft erwähnen möchte ich digitale Atlanten bzw. Portale in einigen Metropolregionen, die diverse Daten- und Informationsportale mit räumlichen Inhalten verknüpfen und für andere Planungen darstellen.

Wir müssen sicherstellen, dass die Kommunen handlungsfähig bleiben und ihre Gestaltungskraft für die Zukunft entfalten. Smarte Technologien sollen dazu beitragen, Ressourcen zu schonen, Prozesse effizienter zu gestalten und für mehr Inklusion und Mitwirkung zu sorgen. Corona zeigt uns außerdem, dass sich Städte und Gemeinden in Zukunft resilienter und krisensicherer aufstellen müssen. Denn nur wenn wir alle vorhandenen Bausteine aktivieren, können wir die Kommunen bei der Entwicklung neuer Konzepte für ein gutes Leben in und mit Digitalisierung erfolgreich unterstützen.

Wir freuen uns, Sie als Teilnehmende auf der INTERGEO 2021 mit inspirierenden Mitwirkenden, erkenntnisreichen Veranstaltungen und vielfältigen Informationen begrüßen zu dürfen.

Anne Katrin Bohle

Staatssekretärin im Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat