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27.04.2020

Heuschreckenplage in Ostafrika

Wüstenheuschrecken fressen sich durch die Ernten der Menschen in Ostafrika. Bis zu 20 Millionen Menschen sind so derzeit vom Hunger bedroht. Im Audio Interview erzählt Keith Cressman, wie er versucht mit Hilfe von Geodaten, bei der Bekämpfung zu helfen.

Heuschreckenplage in Ostafrika
Keith Cressman, Senior Locust Forecastin Officer bei der FAO, mit zwei Kollegen

Keith Cressman, Senior Locust Forecastin Officer bei der FAO, mit zwei Kollegen bei der Datenaufnahme in Kenya.

Eine Heuschreckenplage bedroht Ostafrika. Besonders Äthiopien, Somalia und Kenia könnte eine Hungersnot drohen, denn die Wüstenheuschrecken verbreiten sich bedrohlich und könnten mit ihrer Gefräßigkeit allein in diesem Jahr die Lebensgrundlage von rund 20 Millionen Menschen auffressen. Die FAO führt ein schon seit den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts etabliertes Überwachungs- und Vorhersagesystem (Desert Locus Information System DLIS). Keith Cressman ist Senior Locust Forecasting Officer im FAO Headquarter in Rom und verantwortet die Heuschreckenvorhersagen in Ostafrika. Seine Instrumentarium setzt sich aus mehreren Informationsdiensten zusammen: Felddaten aus den betroffenen Ländern mischt er mit Satellitendaten. Die Satelliten liefern ihm drei wesentliche Informationen, um die Wanderung von Heuschreckenschwärmen bis zu sechs Wochen im Voraus vorhersagen zu können: Informationen über Ort und Menge an Niederschlägen in den trockenen Regionen, über Art und Dichte der aufkommenden Information sowie Daten zur Bodenfeuchte. Aus Satellitendaten und Vor-Ort-Informationen schließt Cressman auf die Entwicklung und Bewegungen der Heuschreckenschwärme und gibt diese Informationen als Warnungen in die betroffenen Länder. Dort laufen daraufhin die Operationen zur Beseitigung der Schwärme in Gang.


 

 
 

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Autorin: Monika Rech-Haider | Datum: 27. April 2020

 
 

 
 
               

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