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05.05.2020

Gamechanger – wie Drohnen unsere Welt besser machen

Als „Unbemanntes Fliegen im Dienst von Mensch, Natur und Gesellschaft“ bezeichnet Thomas Jarzombek, Koordinator der Bundesregierung für die Deutsche Luft- und Raumfahrt, den Einsatz von Drohnen im Vorwort der gleichnamigen Themenbroschüre des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie.

Drones help in this global pandemic
 
 

In der Tat kommen Drohnen heute in fast allen Lebensbereichen zum Einsatz. Sie sind echte Lösungsbringer und Gamechanger, durchaus vergleichbar mit dem Smartphone. Sie revolutionieren Handel und Verkehr und erfüllen Aufgaben, die Unternehmen helfen, ihre Effizienz zu steigern, Geld zu sparen und neue Dienstleistungsangebote zu entwickeln. Der amerikanische Drohnenservice-Anbieter „FLYGUYS“ fasst diese Vielseitigkeit griffig und zutreffend als „The 5 D’s for Drone Use“ zusammen: dull, dirty, dangerous, distant und data!

Diese Einordnung soll potenziellen Kunden bei der Beantwortung der Frage helfen, ob der Einsatz von Drohnen sich für sie lohnen könnte.

 
 

„dull“

So sind sie für Unternehmen prädestiniert, deren Arbeitsabläufe monoton sind oder wo sich Arbeitsprozesse kontinuierlich wiederholen, so z. B. in der industriellen Intralogistik oder bei der Bestandsverwaltung in großen Warenlagern. Die speziell für das Bestandsmanagement entwickelte Drohne Eyesee erfasst innerhalb von kürzester Zeit den Warenbestand und erstattet dem Händler in Echtzeit Bericht. Ein Vorgang, der bei manueller Warenerfassung Stunden dauern würde.

 
 

„dirty“

Auch da wo es für den Menschen sehr schmutzig oder mitunter gesundheitsschädlich ist, kommen Drohnen zum Einsatz, etwa auf Deponien, in Kläranlagen oder Raffinerien. Hier liefern Drohnen völlig gefahrlos für den Menschen Daten über mögliche Schadstoff-Emissionen oder sammeln wichtige Bilddaten, z. B. als Grundlage baulicher Planungen.

 
 

„dangerous“

Auf gefährlichem Terrain sind Drohnen Auge, Ohren und Hände der Verantwortlichen. Sie werden eingesetzt bei Inspektionen in großer Höhe, etwa von Hochspannungsleitungen, Windturbinen oder Bohrinseln. Der Mensch bleibt am Boden und übernimmt die Datenauswertung. Eine immer größere Rolle kommt Drohnen auch im Katastrophenschutz zu. Als 2011 ein Tsunami das Kernkraftwerk Fukushima zerstörte, bewerteten Drohnen das Ausmaß des Schadens, maßen Strahlungswerte und lieferten wichtige Fakten als Grundlage für einen Wiederaufbau.

 
 

„distant“

Vor allem dort, wo der Mensch nur schwer hinkommt bzw. hinschauen kann, spielen Drohnen ihr ganzes Potenzial aus. Sie können große Gebiete extrem schnell und effizient vermessen, inspizieren, überwachen und Gefahren erkennen. Dazu bieten sie eine relativ kostengünstige und schnelle Möglichkeit, Daten von weit entfernten bzw. schwer zugänglichen Orten zu sammeln.

Drohne auf dem Feld

Der Landwirtschaft nutzt Sie gleich in mehrfacher Hinsicht. Mit den entsprechenden bildgebenden Verfahren lassen Dünger oder Pestizide punktgenau ausbringen – auch sehr herausfordernde Lagen, bspw. im Weinbau werden problemlos erreicht. Wärmebildkameras unter Drohnen spüren Rehkitze in den Wiesen vor dem Mähen auf und retten Tierleben. Mit der gleichen Technik erkennt die Drohne, welches Panel im Solarpark defekt ist. Betreiber von Windrädern und Fluggesellschaften suchen mit HD-Kameras zentimetergenau nach kleinsten Rissen und Schäden in den Strukturen. Gleiches gilt für die technischen Kontrollen von Brücken, Staudämmen oder Türmen. Die Deutsche Bahn testet Drohnen bei der Gleisinspektion

Immer häufiger kommen Drohnen auch beim Transport von medizinischen Hilfsgütern zu isolierten Krankenhäusern an Orten zum Einsatz, wie etwa in Ruanda. In Malawi bildet eine Drohnen-Flugschule Piloten und Pilotinnen eigens zu diesem Zweck aus.

 
 
 

„data“

Sprechen wir von Drohnen, geht es längst nicht mehr um die Technik der Flugapparate. Lösungen stehen im Fokus und diese basieren in der Regel auf Daten und Erkenntnissen, die durch die Drohne erhoben bzw. möglich wurde. Brauchte ein klassischer Vermessungstrupp noch rund eine Woche für die Vermessung von Großbaustellen, kann das heute eine Drohne im vollautomatischen Flug innerhalb von wenigen Minuten deutlich präziser erledigen. Auch Smart-Cities werden durch Drohnen erst so richtig smart. Dies nicht nur in Form von Lufttaxis, die den innerstädtischen Nahverkehr entlasten sollen. Vor allem bei der Datenerhebung in Echtzeit, etwa bei der Messung der Luftverschmutzung, oder der Verkehrsbeobachtung aus der Luft – spielen sie eine tragende Rolle im Ausbau unserer Smart Cities.

 
 

 
 
               

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